Tell Wollert Personal Trainer
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Transalpine Run Tracking

In diesem Jahr gibt es auch eine Neuigkeit in der Berichterstattung über den Trans Alpine von uns....

Blog

Tell Wollert
13.09.2016
21:46

Abschlussetappe

So langsam wird es im Kopf schwer, jeden Morgen 6 Uhr aufzustehen, auf´s Rennen vorzubereiten, zu frühstücken und an den Start zu gehen. Körperlich wird es immer besser und der Körper paßt sich von Tag zu Tag an. Eigentlich an Unding für den Normalbürger, das der Körper von Tag zu Tag besser wird. Es ist aber so und das ist gut so.

Heute klingelt also das letzte Mal für diese Woche der Wecker so zeitig. Der Start ist zwar erst 8.30 Uhr, wir fahren jedoch bereits kurz nach 7 Uhr von unserer Unterkunft los, da wir ca. 40 min Anfahrt vor uns haben. Auf der Fahrt zum Start realisieren wir erstmals so richtig, das es nun die letzte Etappe ist und wir es heute nachmittag geschafft haben. Pünktlich 8 Uhr sind wir vor Ort, kurz noch Getränke auffüllen, den obligatorischen Sicherheitscheck am Eingang des Startblock durchführen und sich in den Startblock begeben. Und auf einmal ist sie wieder da. Spätestens wenn der Highway to hell erklingt, sind wir wie ausgewechselt und das Rennen kann beginnen. 

Auf der Karte sieht es so aus, als ob es bis km 17 erstmal nur bergauf geht. Und alles oft auf Pfaden. Von 36,4 km Strecke sind es 27 km auf Pfaden. Das wird eine Herausforderung. Kurz nach dem Start geht es wie üblich schnell bergan und wir steigen. Heute machen meine Beine wieder richtig gut mit und wir kommen gut ins Rennen. Kurz nach km 5 geht es auf einmal steil bergab. Das stand doch so eigentlich nicht auf der Karte, aber was soll´s. Augen zu und durch. Wir wollen ins Ziel. Und alles ist verdammt gut laufbar. Unser kalkuliertes Ziel für heute liegt bei 6 Stunden. Und anscheinend ist das auch so machbar.

Bei km 10 sind wir nach 01:18 Std.. Das Team welches knapp 20 min hinter uns liegt überholt uns hier. Wir lassen uns nicht stressen und hängen uns hinten dran. Im weiteren Anstieg verlieren wir sie aus den Augen. Aber 20 min müssen sie erstmal aufholen. Also gilt es ruhig zu bleiben. Langsam kommen wir auch der Baumgrenze näher und die Umgebung erinnert uns an die Winnetoufilme von früher. Nach 02:08 Std. sind wir dann an der zweiten Verplegung und wir sehen den ersten Paß für heute in Reichweite.  Von hier aus hören wir auch bereits die "Puschelmänner" vom Paß. Irre wie weit der Schall trägt. Wir essen ein paar Gewürzgurken, füllen die Getränke auf und weiter geht der Aufstieg,

Kurz vor dem Paß steht ein Mann und schwenkt die Südtirolflagge und am Paß treffe ich eine alte Bekannte wieder. Kerstin ist da. Wie bereits im letzten Jahr sorgt sie für Stimmung auf der letzten Etappe. Wir begrüßen uns kurz und weiter geht´s. An einer Kirche vorbei, sogleich in einen Abstieg hinein und über endlose Almen und Graßboden entlang. Das hat schon etwas von Schottland und im Hintergrund bewölkt es sich etwas.

Wir werden jedoch vom Regen verschont und ziehen gleichmäßig unser Tempo durch. Mal ist Mathias vorn, mal ich. Irgendwann taucht das km Schild mit den letzten 15 km auf, und das gibt uns noch mehr Motivation. Zwischenzeitlich passieren wir eine Bank, wo es Freibier für Läufer gibt, welches wir jedoch nicht zu uns nehmen. Viele andere nehmen sich die Auszeit und trinken eine Büchse. Uns ist das zu gefährlich. Noch sind wir nicht im Ziel. Kurz drauf überholen wir das in der Wertung hinter uns liegende Team, welches uns zwischenzeitlich überholt hat und das wollen wir uns auch nicht mehr nehmen lassen.

Endlich geht es in den letzten Abstieg, der sich jedoch über knapp 8 km erstreckt und am Anfang super steil ist. Die Oberschenkel freuen sich wieder. Dann kommen wir wieder in die Baumzone und es wird laufbarer. Kurz später überholen wir Kathi, die anscheinend umgeknickt ist nun nur noch humpelt. Hilfe lehnt sie dankend ab und so rennen wir weiter. Da sieht man mal wieder, wie wichtig es ist bei jeder Etappe bis zum Schluß hochkonzentriert zu sein. Als mir das so durch den Kopf geht, haue ich mir kurze Zeit später irgendwie die Stöcke zwischen die Beine und mache den Abflug nach vorn. Ich lande zum Glück weich und habe Bodenkontakt mit meinem Gesicht, der rechten Schulter und meinem rechten Bein. Als alter Judoka kann ich mich gut abfangen und komme mit einer Prellung am rechten Schienbei und einer Schürfwunde auf der linken Hand glimpflich davon. Also nochmal zusammen reissen und auch die letzten km gut bewältigen. 

Und dann ist da auch schon die Verpflegung 3. Schnell 2 Becher Cola getrunken und die letzten 7 km absolvieren. Auf dem weiteren Weg stößt sich Mathias nochmal seine Zehen der Füße, was sehr schmerzhaft ist und dann liegt schon Brixen vor uns. In Brixen noch kurz durch einen Tunnel und ab in die Altstadt. Dort erhöhen wir nochmal das Tempo, da sich irgendwie ein Team an uns ran geschlichen hat. Das wollen wir jetzt nicht mehr an uns vorbei lassen. Der letzte Kilometer kommt, dann die letzte Zeitmessmatte und dann sind wir nach 05:07 Std. endlich im Ziel. Das bedeutet die beste Platzierung für uns in der ganzen Woche. Am Ende wird die Ente fett :) Wir belegen heute bei der Tageswertung bei den Männern Platz 16. Genial. Das bedeutet für die Gesamtwertung Platz 19 bei den Männern und Platz 50 insgesamt.

Für die gesamten 246 km in dieser Woche haben wr 37:12 Std benötigt und damit knapp 10 Stunden mehr als die Gesamtsieger. Mit dieser Platzierung sind wir super stolz auf uns und eine super schöne Woche mit allen Beteiligten findet ihren Abschluß in der Finisherparty.

Es wird sicherlich ein paar Tage oder sogar Wochen benötigen, ehe wir so richtig realisiert haben, was da alles passiert ist und was wir alles erlebt haben

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Tell Wollert
09.09.2016
17:39

Minus mal minus = Plus

6:10 Uhr klingelt der Wecker und 6:30 Uhr gibt es Frühstück. Ein Ritual der letzten Tage und jeden Morgen fällt es schwerer aufzustehen und sich zu motivieren. Aber was solls. Wir haben es uns so ausgesucht und wir sind immerhin noch im Teamwettbewerb komplett vertreten. Keiner von uns ist verletzt und wir können jeden Morgen an den Start gehen.  Nur noch knapp 70 km trennen uns von Brixen und das ist dann wieder Motivation. Die Strecke heute ist mit 33,6 km nur unwesentlich länger als gestern. Hat aber 1000 Höhenmeter mehr. Wir rechnen damit, das wir eine Stunde länger als gestern benötigen.

Punkt 8 Uhr geht es los und wie so üblich natürlich gleich berghoch. Heute heißt es so gut wie von Anfang an zu steigen. Von 668 m auf den höchsten Punkt für heute auf 2648 m. Und das auf einer Länge von 16,3 km. Der erste Teil ist etwas flacher und teilweise laufbar. Ab der ersten Verpflegung bei 6 km steigen wir dann Ewigkeiten an. Die Anstiege scheinen endlos zu sein und zehren viel Kraft. Mathias kommt heute die Berge gut hoch, ich weniger gut. Aber was soll's. Wir kommen kontinuierlich voran und die anderen Teams sind auch nicht mehr die frischesten. Auf 2000 m schlängelt sich der Weg immer am Berg entlang. Das klappt ganz gut. Dabei haben wir den höchsten Punkt für heute immer im Blick.

Bei km 14,1 erreichen wir die zweite Verpflegung und tanken nochmal auf, ehe wir ihn den Finalen Anstieg für heute gehen. Das ist so. Ist das kräftezehrendste, was ich hier in 5 Jahren miterlebt habe. Zuerst geht es noch auf schmalen Pfaden entlang, zur Scharte hin, wird es dann aber auch Kletterei. Die Stöcke in der einen Hand und mit der anderen am Fels gesichert. Bei diesem Aufstieg treffen wir Thomas Drechsler, der eigentlich weit vor uns sein müsste. Er sitzt am Fels und schaut sich die Landschaft an. Wir setzen uns kurz zu ihm dazu und lassen den Blick schweifen. Das darf auch mal sein. Und dann sind wir endlich oben. Schnell ein Gipfelbild und weiter in den Downhill. Zuerst nur im Gehen und dann im Laufschritt. Und alles immer verblockt. Und dann eröffnet sich uns am Horizont der Blick in die Dolomiten. Genial!!! Laut Karte sollte es nun immer leicht bergab gehen. Jedoch Fehlanzeige. Der Weg geht  immer im Wechsel hoch und runter. Mit dem runter hat Mathias so seine Probleme. Wir beißen und wollen nur noch ins Ziel. Endlich taucht die  dritte Verpflegung auf und wir haben nur noch 10 km vor uns. 10 km die unsere  Oberschenkel stark fordern. Nach 05:57 Stunden  finishen wir für heute und sind froh morgen in Brixen  zu  sein 

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Tell Wollert
08.09.2016
17:35

Es geht nach Italien

Heute haben wir bereits die 5.Etappe des diesjährigen Trans-Alpine Run hinter uns gebracht. Als ich das heute früh wahrgenommen habe, musste ich mich erstmal zwicken.  Wie schnell doch die Zeit vergeht. Am Sonntag waren wir noch in Garmisch und heute sollten wir dann nach Italien über das Timmelsjoch laufen. Eine Etappe über 33,8 km. Ca. 12 km bergauf bis auf's Timmelsjoch und dann knapp 21 km nur bergab, mit einem kurzen Steilstück, bis ins Ziel.

Es gab wieder den Start in Blöcken und jeder Block startete 10 min zeitversetzt. Aber selbst das half nicht so richtig, da wir ca. 500 m nach dem Start bereits in einen schmalen Weg bergauf rennen mussten, so das es unweigerlich zu einem Stau kam. 500 m später ging es dann schon wieder zurück auf die Straße. Keine Ahnung was sich der Veranstalter dabei gedacht hatte. Bis zur ersten Verpflegung waren es heute nur 4,2 km. Das sah auf der Karte auch gut rennbar aus. War es dann aber doch nicht unbedingt so. Es gab ein paar gute Anstiege, wo wir steigen mussten. Nach knapp 20 min waren wir dann vor Ort, ich füllte meine kleine Trinkflasche auf und ab hier hieß es dann bis zum Timmelsjoch nur bergauf steigen. Bisher waren wir vorrangig im Schattten unterwegs, jetzt begrüßte uns auch die Sonne mit ihren Strahlen. So richtig hatte ich heute auch noch nicht meinen Rhythmus gefunden. Aber solche Tage gibt es halt. 

Nach 2 Stunden insgesamt waren wir dann oben am Timmelsjoch und wir hatten eine geniale Aussicht. Schnell 2 Gels rein, etwas trinken und den Berg hinab. Hier fand ich dann meinem Rhythmus. Alles war sehr gut laufbar und selbst das auf der Karte eingezeichnete Teilstück war gut laufbar. Wir liefen über Almen mit kleinen Trails, und endlosen Blicken ins Tal. Und schwups waren wir in Südtirol. Immer wieder schön hier zu sein. 

Auch an der dritten Verpflegung machten wir nur einen kurzen Stopp und rollten weiter Richtung Ziel ins Tal. Allerdings wollte die Strecke kein Ende nehmen und unsere Uhren zeigten, wie so oft auch an den letzten Tagen, mehr Kilometer an als vom Veranstalter ausgeschildert. Aber was soll's. Zu Ende laufen müssen wir ja sowieso. Die letzten Kilometer liefen wir durch das beeindruckende Passeiertal, teils auf schmalen Wegen über der Klamm und unter uns das Wasser. Von der Temperatur sehr angenehm, den die Sonne schien bereits sehr stark. 

Und dann waren wir im Ziel. Nach 04:16 Std. waren wir im Ziel und damit auch schneller als auf der gestrigen Etappe mit ihren 25 km. Dafür hatten wir dann heute weniger Höhenmeter. Das bedeutet für die heutige Etappe Platz 20 bei den Männern. In der Gesamtwertung rutschen wir damit auf Platz 50 vor.

Jule und Steven finishen nach 04:22 Std. und verbessern sich auch in der Gesamtwertung auf Platz 56.

Jetzt sind  es nur noch 2 Tage und knapp 70 km nach Brixen. Morgen geht's nach Sarnthein und Samstag nach Brixen. 2 anspruchsvolle und warme Tage erwarten uns.

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Tell Wollert
07.09.2016
17:03

Bergfest -Alles richtig gemacht

Den heutigen Tag könnte man fast als "Ruhetag" bezeichnen. Nachdem wir gestern 50 km zu absolvieren hatten, standen heute nur 25 km auf dem Plan mit 1887 m im Aufstieg und 2214 m im Abstieg. Und dabei ging es auch über einen Gletscher.

Als wir heute morgen aufwachten, dachten Mathias und ich das ein Wunder geschehen wäre. Unsere Beine fühlten sich bedeutend besser als in den letzten Tagen an. Die Masseure hatten gestern also einen guten Job gemacht. 7 Uhr saßen wir am Frühstückstisch und genossen die sensationelle Aussicht und das gute Frühstück. Die Sonne schien auf die  Berggipfel. Als wir jedoch uns dann zum Start begaben, stellten wir fest, das es doch sehr kalt war. Der Schein mit Wärme trügte also. So behielten wir unsere Jacken bis zum Start an und ich hatte auch noch Handschuhe an. 9 Uhr wurde die heutige Etappe mit einem Kanonenschuss eröffnet. Da es einen Kilometer nach dem Start gleich in den Berg ging, gab es wieder verzögerte Starts für die Startblöcke. Wir starteten pünktlich 9 Uhr.

Schnell ging es in den Berg und es galt den Rhythmus zu finden. Unsere Körper erreichten auch schnell Betriebstemperatur. Es ging 2,5 km hinauf auf 2278 m zum Riffelsee. Das ging schonmal gut heute. Dieser wurde umrundet und wir spielten unsere Stärke auf der Ebene aus. Dann gab es einen wunderschön zu laufenden Trail bergab und wir hatten jede Menge Spaß dabei. Das lief richtig gut. So verging die Zeit förmlich wie im Fluge und schon waren wir an der ersten Verpflegung für heute. Kurz etwas trinken und dann den langen Anstieg auf 2982 m über 6,5 km anzugehen. 

Das ging heute sehr gut und wir hatten auch oft die Möglichkeit immer wieder zwischendurch die phänomenale Aussicht zu genießen. Einfach herrlich. Der Weg zog sich dahin und langsam wurde auch die Luft dünner. Das merkte man bei jedem Schritt. Trotzdem holten wir diverse Teams ein. Schließlich erreichten wir die Braunsteiger Hütte auf 2758 m und sahen von dort aus den Rifflsee. Wir hatten eine glasklare Sicht. Und jetzt noch 1,5 km weiter und wir hatten den höchsten Punkt des diesjährigen Trans-Alp erreicht. Kurz danach mussten wir ein Schneefeld begehen und ein Stück des Gletscher passieren. Ein steiles Stück, welches mit einem Seil gesichert war, an dem wir uns nach unten hangelten. 

Dann kam auch schon die zweite Verpflegung für heute und von hier aus, waren es nur noch 10 km bis ins Ziel. Alles sehr gut laufbar. Zuerst auf einen kleinen Trail entlang, dann auf einer Skipiste, wieder Trail, Skipiste, kurz eine Straße querend und wieder fördernde Singletrails. Unsere Oberschenkel freuten sich. Auf den etwas gemäßigteren Trails konnten wir immer gut mithalten, sobald es etwas technisch schwerer wurde, spielten die anderen ihre Stärken aus. Und dann waren wir schon im Ziel. Schneller als kalkuliert. Mit 04:25 Std. belegen wir am heutigen Tag Platz 18 bei den Männern und verbessern uns in der Gesamtwertung um einen Platz nach vorn auf Platz 53. Jule und Steven belegen mit 04:34 Std. Platz 5 bei den Master Mixed heute und in der Gesamtwertung liegen sie auf Platz 57.

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Tell Wollert
06.09.2016
21:06

Ein hartes Stück Arbeit

Das es ein hartes Stück Arbeit heute werden würde, wussten wir. Aber das es dann doch so schwierig werden würde, hatten wir unterschätzt. 

Heute ging es bereits 7 Uhr los, der zeitigste Start in dieser Woche. Da hieß es 5:15 Uhr aufstehen. Das fällt schon mal schwer und dann auch noch, um diese Zeit bereits zu frühstücken. Aber wir haben es geschafft. Von unserer Unterkunft aus, waren es nur 15 min Fußweg zum Start, so das Mathias und ich uns entschieden dorthin zu laufen. Das machte unsere müden Muskeln munter. Eine gute Vorbereitung auf die heutige Etappe, da es kurz nach dem Start erstmal knapp 4 km bergab in vollem Tempo ging, da es ein kleines Hindernis gab. Es galt eine Bahnstrecke zu überqueren, ehe der Zug durchfährt. Ansonsten würde uns eine geschlossene Schranke erwarten und wir müssten warten. Zwar würde diese Zeit mit einer Bodenmatte rausgerechnet werden, muss aber nicht sein.

Nur leider lief es nicht so wie geplant. Kurz vor unserer Nase schloss die Schranke und so mussten wir ein paar Minuten warten. Das Feld schloss wieder auf und es gab letztendlich so etwas wie einen zweiten Massenstart, aber diesmal gleich bergauf. Den ersten Berg kamen wir sehr gut hoch und viele Abschnitte waren gut rennbar. Das erste Mal dann wieder bergab laufen, war ein Schock für die Oberschenkel. Aber es ging. Dann kamen wir an dem Schild vorbei, welches uns signalisierte, das wir nur noch 40 km vor uns haben. Da sagte Mathias :"Ein Marathon in 03:30 Std. geht doch immer". Und sofort verfielen wir in eine Art Lachanfall und jeglicher Muskelkater war vergessen. Kurz vor der ersten Verpflegung riss dann der Brustgurt meines Rucksack, so dass ich dann erstmal handwerklich tätig wurde. Und weiter ging es.

Erst wieder gut laufbar und dann in einem steilen Anstieg bergauf zur zweiten Verpflegung. Ein Anstieg der den Puls nach oben trieb und die Oberschenkel schwer machte. Mittlerweile kam auch immer mal wieder die Sonne raus, wir waren zum Glück oft im Schatten. Nach der zweiten Verpflegung mussten wir unsere Oberschenkel erstmal locker laufen. Da kam uns der Abstieg ganz gut entgegen und es lief wieder rund. Nach der Hälfte der heutigen Etappe von den Kilometern her, hatten wir auch die Hälfte der Höhenmeter weg und lagen auf Zielzeit für 7 Stunden. Es kam aber alles anders. Es ging ständig berghoch und bergab. So fanden wir keinen richtigen Rhythmus und so spulten wir  irgendwie die Kilometer ab. Und eigentlich sollte dann auch 15 km vor dem Ziel die dritte Verpflegung sein. Leider Fehlanzeige. Und wir beiden hatten Hunger und Durst. Nach ein paar weiteren Anstiegen, kam sie dann auch. Wir füllten erstmal unsere Mägen, stillten unseren Durst und weiter ging es Richtung Ziel.

Der weitere Verlauf der Strecke war der schwierigste für uns und auch der zermürbendste. Viel Verblocktes, viele Kletterstellen, viel Matsch und ecklige Abstiege bis zur 4. Verpflegung. Hier gab es einen kurzen Stopp und dann ging es nochmal 6 km immer leicht berghoch. Wir hatten einfach genug und wollten nur noch ins Ziel. Nach 08:14 Std. finishten wir und waren froh, heute im Ziel zu sein. Kurz danach hatten wir schon unsere Massage und unsere Beine fühlten sich dann schon wesentlich besser an. Kurz ins Hotel, essen fassen auf der Pastaparty, ein alkoholfreies Bier bei uns im Hotel und nun heißt es schlafen und regenerieren.

Morgen warten dann 25 km nach Sölden auf uns.

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