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Kinder wie die Zeit vergeht. Sie rennt bzw. läuft super schnell und es sind schon wieder viele...

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Tell Wollert
09.09.2017
17:18

Das Finishershirt gehört uns

Auf Grund der schlechten Wettervorhersage für heute (Regen ab dem frühen Nachmittag) und den Bemühungen der Organisation die Originalroute doch rennen zu können, wurde der heutige Start auf 7 Uhr vorverlegt. Das bedeudete heute früh bereits 4.45 Uhr aufzustehen und 05.15 Uhr das Lunchpaket abzuholen, da wir bereits diese Nacht in Sulden übernachtet haben und von hier aus ca 30 min bis nach Prad fahren.

So früh fällt es wie üblich schwer etwas zu essen und außerdem nieselt es bereits hier. Alles nicht ganz so, wie wir es uns vorstellen. In Prad ist es dann doch trocken und verhältnismäßig mild. Also rennen wir nur mit Shirt und den Ärmlingen los. Ein letztes Mal der Highway to hell um 7 Uhr und auf gehts nach Sulden, über 30,7 km. Allerdings mit 2640 HM im Aufstieg. Das zieht sich ganz schön hin.

Von Prad aus geht es gleich stetig bergan und wie auch in den letzten Tagen, stürmen die meisten Läufer bis zur V 1 immer wie die Verrückten los. Wir wollen heute einfach nur noch ins Ziel kommen, den die bisherigen Etappen haben ihren Tribut bei allen Läufern, sowohl körperlich als auch mental gefordert. Auf unserem Weg nach Stilfs, bewegen wir uns auf einen Teil der Route von 2013, die ich mit Holger damals gerannt bin. Hier an der V 1 trinken wir eine Kleinigkeit und machen ohne Pause gleich weiter. Vorbei an der damaligen Unterkunft und durch den mittlerweile einsetzenden Nieselregen.

Und jetzt geht es richtig los. Wir kommen in ein steiles Stück und ewigen Anstieg. Alle gehen brav hintereinander. Jeder sieht meistens nur die beiden Vordermänner und die Leute hinter sich, da wir mitten in den Wolken sind uns es nebelig ist. Dieser Anstieg will kein Ende nehmen. Dann noch über ein Holzgatter klettern und dann sind wir auf der Prader Alm. Hier zieht sich Anne ihre Handschuhe an und ich mir meine Regenjacke. Durch leichte Trails, gut laufbar, geht es von hier aus hinunter nach Trafoi. Dabei passiert es dann. Der fast obligatorische Sturz für mich. Eine Schramme im rechten Knie, die nur oberflächlich ist. Den Dreck wasche ich mir in einen Brunnen sofort weg und es geht schon wieder leicht bwergauf zur V2. Einem Parkplatz oberhalb von Trafoi. Dabei treffen wir Ralf und Hanka.

Diese V 2 ist sehr wichtig und entscheidend heute. Wer hier nicht bis 12 Uhr durch ist, darf nicht mehr auf den Berg und nach Sulden. Hier sehe ich, wie dann auch ein Läufer aus totaler Erschöpfung aus dem Rennen genommen wird. Er wirkt nur noch apathisch und registriert das anscheindend alles nicht mehr.

Jetzt heißt es den langen Aufstieg zur Tabarettascharte zu erklimmen. Es geht über ca. 7 km mit 1400 HM im Aufstieg stetig nach oben. Dabei treffen wir Enrico aus Berlin. Er steigt vor und wir hinterher. Je weiter wir hoch kommen, umso weniger regnet es und umso öfter klaren auch die Wolken auf. An der Berglhütte wurde uns für heute eine Überraschung angekündigt. Es geht genau durch die Hütte durch und in der Hütte bekommen wir warmen Tee und Kuchen vom Wirt spendiert. Klasse.

Im weiteren Aufstieg nimmt der Wind immer mehr zu und er bläst uns ordentlich um die Ohren. Und dann sehen wir die Scharte. Die Läufer wie die Ameisen hintereinander vor uns. Oben wartet der Streckenorganisator und klatscht uns ab. Wir nehmen einen kurzen Blick und machen schnell weiter, den es ist abartig kalt hier. Schnell um den Berg rum und in den Windschatten.

Zum Abstieg ist nicht mehr viel zu sagen. Wir laufen kontrolliert den Berg hinunter und dem Ziel entgegen. Ca. 1,5 km vor dem sagt Anne mir dann, das es irgendwie noch nicht richtig fassbar ist, gleich im Ziel zu sein. Und dann ist es da. Wie 2015 rennen wir in die Sporthalle ein und nach 06:35 Stunden sind wir da. Es ist vollbracht. Wir haben den Trans-Alpine Run erfolgreich gefinisht und können uns heute abend unser Finisher Shirt abholen. Yeah!!!! Einfach nur ein schönes Gefühl.

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Tell Wollert
08.09.2017
17:08

Ortler in Sicht

Nur noch knapp 75 km trennen uns von Sulden und damit dem großen Ziel des Trans-Alpine Run. 2 Tage nochmal volle Konzentration und Motivation und 2 Tage Naturschauspiel pur.

Am heutigen Tage war wieder 8 Uhr Start. Von den Wetterbedingungen her, sollte es im Laufe des Tages nach der Vorhersage bis zu 20 Grad werden. Als wir 6.30 Uhr beim Frühstück sitzen, sehe ich draußen an der Temperaturanzeige die 6 Grad stehen. Ganz schön frisch, aber uns wird auf dieser Strecke schnell warm werden. Als wir uns zum Start losmachen, hören wir ein seltsames Geräusch auf unserem Gang und bei näherem Erkunden, stellen wir fest, das jemand im Fahrstuhl festsitzt. Der Wirt kommt schon die Treppe hochgestürmt und kümmert sich drum.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren findet am heutigen Tag auf dieser Etappe kein verzögerter Start der Blöcke statt, was mich sehr verwundert. Naja, heißt es also sich auf Stau kurz nach dem Start einzustellen. Aber es kommt dann doch anders. Entgegen den Jahren 2013 udn 2015 rennen wir nach dem Start nicht sofort in einen kleinen Singletrail rein, sondern bleiben auf der Straße in Flussnähe (Inn) und rennen erstmal ca 6 km auf dieser entlang, bis wir in das Uina-Tal einbiegen.

Auf diesem Abschnitt lassen wir es wie die ganze Woche schon, ruhig angehen und lassen die anderen an uns vorbei ziehen. Unsere Zeit kommt noch. Ab dem Abzweig in das Tal, geht es stetig bergan. Zuerst auf breiten Forstwegen, dann auf etwas kleineren und nach der V 1 geht es in den Einstieg der Schlucht.

An der ersten Verpflegung machen wir nur kurz Pause, füllen unsere kleinen Trinkflaschen auf und steigen weiter ruhig bergan. Kurz danach sehe ich auf einmal einen Läufer, der am Rand der Strecke sitzt und erstmal raucht. Ich fasse es nicht und fotografiere ihn erstmal. Die Uina-Schlucht ansich ist immer wieder faszinierend. Schon von weitem kann man sie sehen und auch der Blick zurück aus ihr lohnt sich sehr. Hier gehen wir nacheinander und genießen die Momente. Nur leider ist sie viel zu schnell zu Ende. Aber danach eröffnet sich uns ein genialer Blick auf Südtirol und den Ortler. Und sie Sonne scheint sehr. Zum Glück weht ein leichtes Lüftchen.

Wir sind aber noch nicht am höchsten Punkt. Der kommt erst nach der Pforzheimer Hütte auf 2359 m. Kurz danach geht es scharf rechts, teilweise sehr steil bergab. Zuerst über eine kleine Alm und dann durch den Nadelwald. Dabei überholt uns Philipp Reiter. An der V 2 wieder nur ein kurzer Stopp. Ich denke das es rechts davon weiter geht und suche Anne, um dann festzustellen, das es doch links davon weiter geht und Anne bereits los ist. Also nehme ich meine 2 Stullen in die Hand, renne ihr hinterher und esse die Stullen zwischendurch.

Von hier bis zur V 3 geht es es immer nur bergab. Straße, Waldweg und Straße wechseln sich ab und so sind wir schnell an der V 3 in Glums. Ab hier ein wenig durch die Obstplantagen, teilweise sehr der Sonne ausgesetzt, am Lichtenberger Schloss vorbei, schön durch den Nadelwald und dort sehen wir auch bereits das Schild für die letzten 4 km. Die letzten Kilometer ziehen sich dann hin und kurz bevor wir im Ziel sind, sehe ich auf einmal Hans-Dieter Jancker. Kurz danach sind wir im Ziel in Prad und haben mit 06:20 Std schon wieder eine super Zeit hingelegt. Dabei bewältigten wir 44,1 km mit 1692 HM im Auf- und 1974 HM im Abstieg. Damit belegen wir heute Platz 12 in der Altersklasse.

Das Ziel ist in greifbarer Nähe :)

Und wie es der Zufall will, übernachten die Physios von Outdoorphysio wieder bei uns im Hotel

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Tell Wollert
07.09.2017
16:58

Wahnsinnstag

Heute stand die 5. Etappe des diesjährigen Trans-Alpine Run auf dem Plan. Es ging von Samnaun nach Scoul. Laut Veranstalter 37,1 km mit 2064 HM im auf- und 2690 HM im Abstieg. Start sollte um 8 Uhr sein.

Pünktlich kurz nach 6 Uhr klingelte der Wecker und die bereits seit Sonntag eingefahrenen Rituale nahmen ihren Lauf. 6.30 Uhr Frühstück und 7.20 Uhr Abmarsch zum Start. Auf Grund unserer Platzierung konnten wir diesmal in Block B einchecken. Das war Anne nicht ganz so angenehm. Aber die kochen auch nur alle mit Wasser. Die Strecke kannte ich noch von 2013 und 2015 und wußte, das sie sehr gut laufbar und schön ist.

Den ganzen Tag sollte es heute trocken bleiben und angenehme Lauftemperaturen geben. Pünktlich 8 Uhr gings los und die ersten Kilometer ging es im Laufschritt die Straße entlang, bis wir auf einen breiten Forstweg kamen, der sich bis zur V 1, dem Zeblasjoch entlang schlängelte. Wir versuchten unseren Schritt zu finden und konstant zu steigen. Dabei sah man, das schon so einige Läufer ihre Probleme hatten. Kurz nach dem Zeblasjoch, verliesen wir die Schweiz und kamen wieder auf österreischischen Boden. Dabei ging es schön bergab und ich rannte quietschfidel den Berg runter und Anne hinter mir her. Das war aber anscheinend etwas zu offensiv, den als der Abstieg vorbei war, sagte mir Anne, das ich ganz schön drücken würde heute.

Also nahm ich das Tempo raus und lies Anne vorsteigen. Es ging hoch zum Fimberpass. Und auf einmal sahen wir das Team Sachsentrail, die eigentlich weit vor uns sein sollten. Das war komisch. Wir stiegen weiter konstant und ab dem Fimberpass ging es für 6 km und 800 m nur bergab. Unsere Spezialität und ich glaube auch derzeit unser Vorteil. Wir können mit Spaß und ohne Probleme bergab laufen, was die anderen kaum noch können. Anne vorneweg und ich hinterher. Das war sehr schön anzusehen, wie gut Anne den Berg herunter läuft. Technisch sehr gut. Und dann holten wir das Team Sachsentrail und noch viele weitere ein.

Dann erreichten wir die V2; dieses Jahr lag sie auf einer anderen Stelle, da die Strecke in diesem Abschnitt etwas geändert wurde. Eine kurze Stärkung und weiter auf schönen Waldwegen mit einem super Bergblick. Nach ein paar Kilometern waren wir dann auch wieder auf der Originalstrecke von früher und es hieß nun den Fuorcla Campatsch zu erklimmen. Ein anscheinend endloser Anstieg, zuerst über Bergwiesen und dann über ein Schotterkar. Das steilste Stück gab es dann zum Schluß. Von oben herab hörte man schon von weitem die Crew von Plan B, wie sie Stimmung machte. Genial. Außerdem traffen wir Thomas Sacher. Er machte zwischendurch immer wieder Fotos von uns und am Paß oben mußte er auf seinen Partner warten, während wir nach einem kurzen Foto uns in den Abstieg stürzen konnten.

Es gab das gewohnte Bild: Anne vorneweg und ich hinterher. Von hier bis zur V 3, dem Motta Naluns und dann bis ins Ziel, sollte es so bergab gehen. Das bedeutete natürlich Höchstleistung für die Muskeln. Aber was solls. Mittlerweile schien auch ordentlich die Sonne und wir beide waren sehr froh, das es erst jetzt so war. In Scoul hieß es dann noch einen kleinen Schlencker durch den Ort zu laufen und über die Brücke zum Ziel zu gelangen. Dieses erreichten wir nach phänonmenalen 06:36 Std. und belegten damit am heutigen Tag Platz 10 in der Altersklasse. In der Gesamtplatzierung rutschen wir damit auch weiter nach vorn.

Anschließend wollten wir uns noch eine schöne Massage gönnen. Klappte aber leider heute nicht. Sie hatten nur 2 Termine sehr spät erst, wo bereits die Pastaparty läuft. Also rollen wir heute etwas länger als sonst auf der Black Roll, um für morgen wieder gute Beine zu haben. Dann geht´s nach Prad am Stilfser Joch.

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Tell Wollert
06.09.2017
20:55

Prinzessin Anne

Heute ist mal etwas später mit dem Blog geworden. Dafür stand aber auch die längste Etappe mit den meisten Höhenmetern und dem höchsten Punkt der Tour auf dem Plan. Da war alles eng an eng getacktet.

Zuerst einmal aber ein kleiner geografischer Einblick, wo wir uns seit Sonntag bewegen. Am Sonntag ging es beim diesjährigen Trans-Alpine Run von Fischen im Allgäu nach Lech am Arlberg. Montag ging es dann um den Arlberg drumherum nach St. Anton am Arlberg. Gestern sind wir von St. Anton am Arlberg nach Landeck gerannt und heute ging es von Landeck nach Samnaun in die Schweiz. 46,5 km 2875 Höhenmetern im Aufstieg und 1850 Höhenmetern im Abstieg.

Vom Veranstalter wurde die heutige Etappe auch als Königsetappe bezeichnet, wo wir auch wieder Schneekontakt haben sollten.

Start war wieder 7 Uhr, so das 5 Uhr unser Wecker klingelte. Irgendwie klappte das Aufstehen, dann doch besser als gestern. Ein kleines Frühstück einnehmen, zum diese Uhrzeit bekommt man irgendwie kaum etwas herunter und kurz nach 6 Uhr losfahren zum Start. Im Gegensatz zu den letzten Tagen war es früh bereits sehr mild, so das wir die Jacken in unseren Rucksäcken lassen konnte. Weiter ging es zum Check-In in den Startblock, der heute sehr gründlich vorgenommen wurde.

Die letzten Tage haben bei den meisten Läufern schon ihre Spuren hinterlassen und alle versuchen jeden Morgen ihre "müden Knochen" in Bewegung zu bringen. Spätestens wenn jedoch der Highway to hell erklingt, ist alles vergessen und es geht los. Die ersten 5 km heute waren reine Asphaltstrecke, das bedeutete schnelles Tempo und ein enges Läuferfeld. Nach den 5 km ging es in einen schmalen Trail hoch zum Hochgalmig, wo wir wieder nur schön hintereinander, wie ein Tausendfüssler gehen konnten. Und plötzlich stoppte der Tausendfüssler und nix bewegte sich. Oder doch? Ein paar Meter und wieder Stopp.Was war hier los? Des Rätels Lösung war ein umgestürzter Baum, der aber so tief lag, das man nicht drübersteigen, sondern nur drunter durchkrabbeln konnte. Und so stiegen wir Meter für Meter. Wie wir gestern festgestellt hatten, liegt uns der steile Aufstieg als Team dieses Jahr nicht so, und so wurden wir immer wieder von anderen Teams überholt. Da hieß es ruhig bleiben und erstmal den ersten Cut-Off bei der V1 mit 11 Uhr im Auge zu behalten.

Im weiteren Aufstieg stach es auf einmal in meinen linken Knöchel und als ich herunter schaute, entdeckte ich eine Wespe. Irgendwie habe ich es dieses Jahr mit den Wespenstichen beim Trail :( Zum Glück tat es nur weh, und er schwoll nicht an. Und so stiegen wir weiter und weiter. Immer wenn es etwas flacher wurde, kamen wir sofort ins Rennen und sobald es auf breiteren Wegen nach oben ging, konnten wir auch ein flottes Tempo anschlagen.Schließlich kamen wir über die Baumgrenze hinaus und weiter ging es über ein Skigebiet bis zur Verpflegung 1 auf dem Fisser Joch. Das sollte dann auch der extremste Anstieg für diesen Tag gewesen sein. Zeitlich hatten wir 40 min Vorsprung vor dem Cut-Off. Also alles im grünen Bereich.

Und jetzt kam unser Terrain; ca 6 km Downhill. Zuerst auf leicht abfallendenden Gelände und später steiler. Sehr genial. Hier holten wir viele der Teams ein, die uns beim Aufstieg überholt hatten und alle diese Teams, sahen wir dann auch auch nicht mehr auf der Strecke wieder. Erst im Ziel :)

Der Downhill führte uns zum Kölner Haus, wobei wir die ganze Zeit ein super Panorama hatten. Vom Kölner Haus Aufstieg dann bis auf den höchsten Punkt der ganzen Tour, der Ochsenscharte. Dazwischen lag aber noch die V 2, wo wir bis 14 Uhr sein sollten. Jeder der danach dort ankommen würde, wird aus dem Rennen genommen. Aus sicherheitstechnischen Gründen. Zuerst ging es auf breiten Wegen nach oben und dann auf immer kleineren. Und irgendwie ging das mit dem Aufstieg jetzt auch besser. Wir holten sogar auf einmal Teams ein. Das machte echt Laune. Kurz vor der V2 dem, Arrezjoch, ging dann leichter Nieselregen und Wind los. Und hier traffen wir auch ein Pärchen aus Baden Würtemberg, wo sie ursprünglich aus Dresden kam. Sie waren mit ihren Kindern unterwegs und beim Wandern malte sie nebenbei. Sehr genial. Das Bild wollte sie dann auch per soziale Medien an den Dresdner Laufsportladen schicken.

12.40 Uhr erreichten wir dann die V2, füllten unsere Trinkblasen, tranken etwas warmes und weiter ging es nach oben. Nieselregen und Sonnenschein wechselten sich in regelmäßigen Abständen ab. Schließlich erreichten wir den Hexensattel, wo wir zuerst dachten, das es bereits die Ochsenscharte war. Aber zu früh gefreut. Noch einmal ein Abstieg und dann der letzte Aufstieg zur Ochsenscharte. Bei diesem Abstieg liefen wir zuerst hinter einem Männerteam her, die wir pö a pö einholten. Als wir ganz nahe waren, sagte der eine zum anderen, das er bitte Platz für die Prinzessin machen möchte. UNd ab sofort hat Anne einen neuen Spitznamen bei mir :)

Oben auf der Ochsenscharte, die nur sehr wenig Schnee hatte, gab es erstmal ein Bild von uns beiden vor dem Schild, das es der höchste Punkt der Tour ist. Sogar knien konnten wir noch. Und dann ging es in den Downhill hinein. Zuerst über den Schnee, und dann in den Matsch. Unsere Füße waren pitschenass und kleine Steine, machten es nicht angenehmer. Aber wir kamen gut voran und den Berg hinab und sammelten ein Team nach dem anderen ein. Und dann kam die erste große Überraschung. An der V 3 waren wir bereits nach 07:25 Std. und hatten damit bereits 2:25 Std. Vorsprung  vor dem Cut-Off.

Die letzten knapp 8 km sollten aber nun nicht weniger einfach sein. Immer leise, giftig ansteigend bis nach Samnaun. Im Lauf- und Gehwechsel bekamen wir auch die hin und erreichten völlig glücklich nach 08:35 Stunden das Ziel. Und jetzt schien auch die Sonne. Das bedeutete eine enorme Riesenleistung, da wir ursprünglich mit ca. 10 Stunden kalkuliert hatten.

Im Ziel gönnten wir uns erst einmal das obligatorische Hefe alkoholfrei. Anne genehmigte sich erstmal ein Nickerchen und ich ging in den kalten Bach. Dann kurz abduschen im Hotel und weiter zur Pasta Party auf dem Berg.

Mit unserer Zeit erreichten wir heute einen phänomenalen Platz 18 in unserer Altersklasse. Das bedeutet nun auch Platz 18 in der Totalwertung in unserer Wertungsklasse. Und morgen rutschen wir damit beim Start einen Startblock weiter nach vorn.

Dann geht´s weiter nach Scoul.

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Tell Wollert
05.09.2017
17:09

Schlammschlacht und irgendwie Höhenmeter ohne Ende

Zu allererst einmal ein kleiner Nachtrag zum gestrigen Tag. Mit unserer Zeit haben wir gestern in unserer Wertungsklasse Platz 20 belegt und insgesamt sind wir auf Platz 23 bei den Master-Mixed.

Die ganze Nacht hat es geregnet. Seit gestern abend. So richtig wollen wir das nicht wahrhaben als heute früh 5 Uhr der Wecker klingelt. Warum macht man so was überhaupt, fragt man sich dann? 5.30 Uhr soll es im Hotel Frühstück geben, so hatten wir es jedenfalls gestern bestellt. Als wir zum Frühstücksraum kommen, stehen schon ein paar Läufer davor, allerdings vor verschlossenen Türen. Und drin ist alles dunkel. Nix zu sehen und nix zu hören. Eine Läuferin verfällt darauf sofort in Panik und will sich per mail beschweren. Wir bleiben aber ruhig, den ich weiß aus meiner Teilnahme von 2015, das das hier auch klappt. Und siehe da; 5.31 Uhr öffnen sich die Türen und es gibt  Frühstück. Irgendwie ißt man so seine 1 bis 2 Brötchen, trinkt seinen Kaffee und versucht den Körper zum Laufen zu bringen.

6.15 Uhr machen wir uns auf zum Start und als wir einchecken wollen, ist dort noch keiner zu sehen. Haben wir etwas verpaßt oder haben die Mitarbeiter von Plan B keine Lust im Regen zu stehen und zu warten? So stellen wir uns zu Mirko, quatschen etwas und auf einmal sind ein paar Mitarbeiter da. Wir checken in Block C ein, was von Tag zu Tag entspannter wird und Punkt 7 Uhr geht es dann los. Erstmals geht es auf über 2000 Höhenmeter. Aus Erfahrung weiß ich, das es jetzt langsam ernst wird und die ersten anspruchsvollen Trails auf uns warten.

Zuerst rennen wir etwas im Tal entlang und dann geht es scharf links weg die Berge hoch. Schnell sind unsere Regenjacken ausgezogen, da uns warm wird und auf einmal stehen wir im Stau und müssen uns anstellen. Der Weg wird so schmal, das man nur hintereinander gehen kann und da manche Läufer arge Probleme beim Aufstieg im Matsch haben, geht es teils nur im Schneckentempo hoch. Wir arbeiten uns pö pö nach oben und sind nach knapp 5 km bereits auf dem höchsten Punkt für den heutigen Tag. Dafür haben wir mehr als eine Stunde gebraucht. Wahnsinn. Ab heir geht es erstmal etwas bergab, aber selbst das geht teilweise nur im Gehtempo, da sehr viele Läufer rutschen, unsicher sind und stürzen. So manchen entschärft es hier bereits komplett für die gesamte Tour und viele Teams werden heute noch aussteigen.

Nach knapp 13 km und Moder ohne Ende im Abstieg sind wir dann an der ersten Verpflegung und ab und zu lässt sich auch die Sonne sehen. Die Schuhe werden erstmal "entsteint" und weiter geht´s im Tal, die nächsten 5 km lang bis in den nächsten Anstieg. 2015 kam der mir schon lang vor, aber heute noch viel länger. Berghoch ist nicht ganz unsere Spezialität in diesem Jahr, aber wir bleiben ruhig, machen einfach ein paar Pausen mehr, steigen dafür aber stetig voran. Und nach einer gefühlten Unendlichkeit sind wir bei der Verpflegung 2.

Von hier sind es noch knapp 13,6 km und als ich mal so rechne, denke ich, das wir es sogar unter 8 Stunden eventuell heute schaffen können. Den ab hier geht es bis km 35 nur bergab, unsere Spezialität. Und so ist es dann auch, wir kommen super gut runter und sammeln einige Teams ein. Nach 06:35 Std sind wir bei der dritten Verpflegung und nur noch knapp 5,5 km. Das könnte doch klappen. Zwischendurch werde ich angesprochen, das das mit meiner Zielzeit auf der Wade von 03:45 Std. ja nicht mehr klappen würde. Ich entgegne, das man die ja mal 2, wegen der 2 Läufer nehmen müsste, und das könnte ja noch klappen.

Unten im Tal kommen immer mal wieder ein paar giftige Anstiege, aber die Kilometer fallen unaufhörlich. Nur noch 4,3,2 und nur noch einer. Nur noch über die Brücke rüber, dann scharf links und in ca. 100 m sind wir endlich für heute im Ziel. Nach 07: 21 Std finishen wir und belegen damit heute Platz 21 in unserer Wertungsklasse. In der Gesamtplatzierung arbeiten wir uns einen Platz nach vorn auf Platz 22.

Morgen steht dann die Königsetappe an von der Länge gesehen her. Es geht nach Samnaun. Start wird wieder 7 Uhr sein. Also geht´s zeitig ins Bett.

Bis moooorgen.

 

 

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