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Kinder wie die Zeit vergeht. Sie rennt bzw. läuft super schnell und es sind schon wieder viele...

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Tell Wollert
06.09.2017
20:55

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Prinzessin Anne

Heute ist mal etwas später mit dem Blog geworden. Dafür stand aber auch die längste Etappe mit den meisten Höhenmetern und dem höchsten Punkt der Tour auf dem Plan. Da war alles eng an eng getacktet.

Zuerst einmal aber ein kleiner geografischer Einblick, wo wir uns seit Sonntag bewegen. Am Sonntag ging es beim diesjährigen Trans-Alpine Run von Fischen im Allgäu nach Lech am Arlberg. Montag ging es dann um den Arlberg drumherum nach St. Anton am Arlberg. Gestern sind wir von St. Anton am Arlberg nach Landeck gerannt und heute ging es von Landeck nach Samnaun in die Schweiz. 46,5 km 2875 Höhenmetern im Aufstieg und 1850 Höhenmetern im Abstieg.

Vom Veranstalter wurde die heutige Etappe auch als Königsetappe bezeichnet, wo wir auch wieder Schneekontakt haben sollten.

Start war wieder 7 Uhr, so das 5 Uhr unser Wecker klingelte. Irgendwie klappte das Aufstehen, dann doch besser als gestern. Ein kleines Frühstück einnehmen, zum diese Uhrzeit bekommt man irgendwie kaum etwas herunter und kurz nach 6 Uhr losfahren zum Start. Im Gegensatz zu den letzten Tagen war es früh bereits sehr mild, so das wir die Jacken in unseren Rucksäcken lassen konnte. Weiter ging es zum Check-In in den Startblock, der heute sehr gründlich vorgenommen wurde.

Die letzten Tage haben bei den meisten Läufern schon ihre Spuren hinterlassen und alle versuchen jeden Morgen ihre "müden Knochen" in Bewegung zu bringen. Spätestens wenn jedoch der Highway to hell erklingt, ist alles vergessen und es geht los. Die ersten 5 km heute waren reine Asphaltstrecke, das bedeutete schnelles Tempo und ein enges Läuferfeld. Nach den 5 km ging es in einen schmalen Trail hoch zum Hochgalmig, wo wir wieder nur schön hintereinander, wie ein Tausendfüssler gehen konnten. Und plötzlich stoppte der Tausendfüssler und nix bewegte sich. Oder doch? Ein paar Meter und wieder Stopp.Was war hier los? Des Rätels Lösung war ein umgestürzter Baum, der aber so tief lag, das man nicht drübersteigen, sondern nur drunter durchkrabbeln konnte. Und so stiegen wir Meter für Meter. Wie wir gestern festgestellt hatten, liegt uns der steile Aufstieg als Team dieses Jahr nicht so, und so wurden wir immer wieder von anderen Teams überholt. Da hieß es ruhig bleiben und erstmal den ersten Cut-Off bei der V1 mit 11 Uhr im Auge zu behalten.

Im weiteren Aufstieg stach es auf einmal in meinen linken Knöchel und als ich herunter schaute, entdeckte ich eine Wespe. Irgendwie habe ich es dieses Jahr mit den Wespenstichen beim Trail :( Zum Glück tat es nur weh, und er schwoll nicht an. Und so stiegen wir weiter und weiter. Immer wenn es etwas flacher wurde, kamen wir sofort ins Rennen und sobald es auf breiteren Wegen nach oben ging, konnten wir auch ein flottes Tempo anschlagen.Schließlich kamen wir über die Baumgrenze hinaus und weiter ging es über ein Skigebiet bis zur Verpflegung 1 auf dem Fisser Joch. Das sollte dann auch der extremste Anstieg für diesen Tag gewesen sein. Zeitlich hatten wir 40 min Vorsprung vor dem Cut-Off. Also alles im grünen Bereich.

Und jetzt kam unser Terrain; ca 6 km Downhill. Zuerst auf leicht abfallendenden Gelände und später steiler. Sehr genial. Hier holten wir viele der Teams ein, die uns beim Aufstieg überholt hatten und alle diese Teams, sahen wir dann auch auch nicht mehr auf der Strecke wieder. Erst im Ziel :)

Der Downhill führte uns zum Kölner Haus, wobei wir die ganze Zeit ein super Panorama hatten. Vom Kölner Haus Aufstieg dann bis auf den höchsten Punkt der ganzen Tour, der Ochsenscharte. Dazwischen lag aber noch die V 2, wo wir bis 14 Uhr sein sollten. Jeder der danach dort ankommen würde, wird aus dem Rennen genommen. Aus sicherheitstechnischen Gründen. Zuerst ging es auf breiten Wegen nach oben und dann auf immer kleineren. Und irgendwie ging das mit dem Aufstieg jetzt auch besser. Wir holten sogar auf einmal Teams ein. Das machte echt Laune. Kurz vor der V2 dem, Arrezjoch, ging dann leichter Nieselregen und Wind los. Und hier traffen wir auch ein Pärchen aus Baden Würtemberg, wo sie ursprünglich aus Dresden kam. Sie waren mit ihren Kindern unterwegs und beim Wandern malte sie nebenbei. Sehr genial. Das Bild wollte sie dann auch per soziale Medien an den Dresdner Laufsportladen schicken.

12.40 Uhr erreichten wir dann die V2, füllten unsere Trinkblasen, tranken etwas warmes und weiter ging es nach oben. Nieselregen und Sonnenschein wechselten sich in regelmäßigen Abständen ab. Schließlich erreichten wir den Hexensattel, wo wir zuerst dachten, das es bereits die Ochsenscharte war. Aber zu früh gefreut. Noch einmal ein Abstieg und dann der letzte Aufstieg zur Ochsenscharte. Bei diesem Abstieg liefen wir zuerst hinter einem Männerteam her, die wir pö a pö einholten. Als wir ganz nahe waren, sagte der eine zum anderen, das er bitte Platz für die Prinzessin machen möchte. UNd ab sofort hat Anne einen neuen Spitznamen bei mir :)

Oben auf der Ochsenscharte, die nur sehr wenig Schnee hatte, gab es erstmal ein Bild von uns beiden vor dem Schild, das es der höchste Punkt der Tour ist. Sogar knien konnten wir noch. Und dann ging es in den Downhill hinein. Zuerst über den Schnee, und dann in den Matsch. Unsere Füße waren pitschenass und kleine Steine, machten es nicht angenehmer. Aber wir kamen gut voran und den Berg hinab und sammelten ein Team nach dem anderen ein. Und dann kam die erste große Überraschung. An der V 3 waren wir bereits nach 07:25 Std. und hatten damit bereits 2:25 Std. Vorsprung  vor dem Cut-Off.

Die letzten knapp 8 km sollten aber nun nicht weniger einfach sein. Immer leise, giftig ansteigend bis nach Samnaun. Im Lauf- und Gehwechsel bekamen wir auch die hin und erreichten völlig glücklich nach 08:35 Stunden das Ziel. Und jetzt schien auch die Sonne. Das bedeutete eine enorme Riesenleistung, da wir ursprünglich mit ca. 10 Stunden kalkuliert hatten.

Im Ziel gönnten wir uns erst einmal das obligatorische Hefe alkoholfrei. Anne genehmigte sich erstmal ein Nickerchen und ich ging in den kalten Bach. Dann kurz abduschen im Hotel und weiter zur Pasta Party auf dem Berg.

Mit unserer Zeit erreichten wir heute einen phänomenalen Platz 18 in unserer Altersklasse. Das bedeutet nun auch Platz 18 in der Totalwertung in unserer Wertungsklasse. Und morgen rutschen wir damit beim Start einen Startblock weiter nach vorn.

Dann geht´s weiter nach Scoul.

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